DWD gibt Unwetterwarnung für Glatteis aus: Diese eine Sache solltest du ab heute im Auto haben

Deutschland erlebt einen der gefährlichsten Wintertage des Jahres 2026. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile der Republik Unwetterwarnungen vor Glatteis ausgegeben – mit der höchsten Alarmstufe Rot für mehrere Regionen. Innerhalb von nur vier Stunden explodieren die Suchanfragen zu „unwetterwarnung glatteis“ auf über 5000, ein Anstieg von mehr als 1000 Prozent. Millionen Menschen suchen fieberhaft nach Informationen zu ihrer Region, ob sie zur Arbeit fahren können oder ob Schulen geschlossen bleiben. Die Lage ist ernst und stellenweise lebensbedrohlich.

Besonders betroffen sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen. Tief Gunda bringt nach Wintersturm Elli eine gefährliche Kombination aus milderen Luftmassen und gefrierendem Regen, der auf noch gefrorenen Böden binnen Sekunden zu spiegelglattem Eis wird. Wer nach Wetter Dortmund Glatteis oder ähnlichen regionalen Begriffen sucht, sucht nicht aus Neugier – sondern weil er wissen muss, ob er überhaupt das Haus verlassen kann.

Gefrierender Regen und Glatteisgefahr im gesamten Bundesgebiet

Glatteis ist tückischer als gewöhnlicher Schnee. Es entsteht, wenn gefrierender Regen auf kalte oder bereits gefrorene Böden trifft und binnen Sekunden zu einer nahezu unsichtbaren Eisschicht gefriert. Die Straße sieht normal aus, bis man bremst und merkt, dass nichts mehr funktioniert. Fahrzeuge verwandeln sich in unkontrollierbare Geschosse, Fußgänger stürzen auf Gehwegen, selbst Züge geraten ins Rutschen. Genau das ist am Montag und Dienstag passiert, als eine Regionalbahn im Osterzgebirge auf vereisten Gleisen entgleiste. Die 25 Passagiere hatten Glück und blieben unverletzt, doch der Vorfall zeigt die dramatische Dimension dieser Wetterlage.

Der DWD stuft die Warnungen nicht umsonst mit Alarmstufe Rot ein und spricht von „Gefahr für Leib und Leben“. Besonders kritisch wird es am Montag ab 13 Uhr in Hamburg und Schleswig-Holstein, wo die höchste Warnstufe gilt. Die Unwetterwarnungen bleiben vielerorts bis Dienstagmorgen bestehen, während im Osten Deutschlands die Kälte und damit die Glatteisgefahr noch länger anhalten.

Schulausfall und Notbetreuung in mehreren Bundesländern

Die Auswirkungen betreffen den Alltag von Millionen Menschen. In Niedersachsen, Bremen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz bleiben zahlreiche Schulen geschlossen oder stellen auf Distanzunterricht und Notbetreuung um. Eltern, die eigentlich zur Arbeit müssten, sitzen zu Hause fest oder stehen vor der schwierigen Entscheidung, ob sie sich aufs Glatteis wagen. Landkreise sprechen dringende Appelle aus, nur in absoluten Notfällen das Haus zu verlassen.

Flugausfälle in Frankfurt, München und Nürnberg durch Extremwetter

Der Flugverkehr ist massiv beeinträchtigt. An den großen deutschen Drehkreuzen Frankfurt, München und Nürnberg wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Die Bahn meldet erhebliche Verspätungen und Ausfälle, der Rhein-Main-Verkehrsverbund kämpft mit massiven Einschränkungen im Regionalverkehr. Auf den Autobahnen A4 und A45 stauen sich die Fahrzeuge, Unfallmeldungen häufen sich stündlich. Der ADAC und das Bundesverkehrsministerium sprechen eindringliche Warnungen aus: Wer nicht unbedingt muss, sollte nicht fahren.

Richtige Vorbereitung bei Unwetterwarnungen rettet Leben

Die Behörden raten zu konkreten Vorsichtsmaßnahmen. Wer dennoch mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte Decken, warme Getränke in Thermoskannen, eine Taschenlampe und ein aufgeladenes Handy dabeihaben. Bei einem glatteisbedingten Stau kann es Stunden dauern, bis Hilfe kommt – und bei Minusgraden wird das Auto schnell zur Kühltruhe. Für Fußgänger gilt: Jeder Schritt kann einer zu viel sein. Rutschfestes Schuhwerk, kleine Schritte und Festhalten an Geländern sind Pflicht. Selbst erfahrene Radfahrer sollten ihr Zweirad bei diesen Bedingungen stehen lassen.

Wetterprognose: Mildere Temperaturen ab Dienstag im Westen

Ab Dienstag bringen mildere Luftmassen aus dem Westen allmählich Entspannung. Am Oberrhein werden sogar bis zu plus 13 Grad erwartet. Doch im Osten Deutschlands bleibt die Situation länger angespannt. Dort hält sich die Kälte hartnäckiger, und die Glatteisgefahr besteht weiter. Wer in Sachsen, Thüringen oder Bayern unterwegs ist, sollte die aktuellen Warnungen des DWD stündlich prüfen. Die Wettervorhersage kann sich schnell ändern, und was morgens noch halbwegs passierbar erscheint, kann mittags zur Rutschbahn werden.

Eigenverantwortung und Vorsicht bei winterlichen Straßenverhältnissen

Solche Wetterlagen sind in Deutschland nicht neu, aber sie werden nicht weniger gefährlich. Der Januar 2026 reiht sich ein in eine lange Liste von Wintern, in denen die Kombination aus Kälte und gefrierendem Regen für Chaos sorgte. Streudienste arbeiten rund um die Uhr, doch bei großflächigem gefrierendem Regen kommen sie kaum hinterher. Was bleibt, ist die Eigenverantwortung. Die Warnungen sind da, die Informationen verfügbar. Wer sie ernst nimmt und zu Hause bleibt, wenn es möglich ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Denn jeder Unfall bindet Rettungskräfte, die anderswo dringend gebraucht werden. Die nächsten Stunden werden zeigen, ob Deutschland glimpflich durch dieses Wetterextrem kommt.

Wärst du heute trotz Alarmstufe Rot zur Arbeit gefahren?
Ja absolut notwendig
Nein viel zu gefährlich
Homeoffice statt Lebensgefahr
Nur mit Winterausrüstung im Auto
Hätte mich krankgemeldet

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