6 Personen, 1 Abonnement: Der geniale Apple-Trick, den 90% der Nutzer nicht kennen

Die meisten iPhone-Besitzer nutzen ihr Gerät täglich, ohne das volle Potenzial der Apple-Dienste auszuschöpfen. Dabei versteckt sich in den Einstellungen eine Funktion, die nicht nur bares Geld spart, sondern auch den digitalen Alltag der ganzen Familie deutlich vereinfacht. Die Familienfreigabe erlaubt bis zu sechs Personen, sich zu einer digitalen Gruppe zusammenzuschließen und gemeinsam Apps, Musik, Filme und Abonnements zu nutzen – ein Feature, das erstaunlich viele Nutzer noch nie aktiviert haben.

Was genau ist die Familienfreigabe und warum sollte man sie kennen?

Jedes Mitglied behält dabei seinen eigenen Apple Account mit persönlichen Einstellungen, Fotos und Nachrichten – die Privatsphäre bleibt also vollständig gewahrt. Gleichzeitig können alle Mitglieder jedoch auf gemeinsam erworbene Apps, Musik, Filme, Bücher und sogar kostenpflichtige Abonnements zugreifen.

Der Clou: Man muss nicht jede App oder jeden Song sechsmal kaufen. Einmal bezahlt, können alle Familienmitglieder die Inhalte nutzen. Das gilt übrigens auch für viele App-Abonnements, sofern der jeweilige Entwickler die Familienfreigabe unterstützt. Wer etwa eine Premium-Version einer beliebten Foto-App abonniert hat, kann diese mit der Familie teilen – ohne Aufpreis.

Diese Dienste lassen sich gemeinsam nutzen

Die Liste der teilbaren Inhalte ist beeindruckend umfangreich. App-Käufe und Abonnements stehen der gesamten Familie zur Verfügung, sofern der Entwickler Family Sharing unterstützt. Das schließt auch In-App-Käufe und viele Abo-Dienste ein. Mit Apple Music Family bekommen bis zu sechs Personen Zugriff auf den kompletten Musik-Katalog – jeder mit eigenen Playlists und Empfehlungen.

Statt mehrere teure Einzel-Abos für iCloud+ Speicher abzuschließen, reicht ein gemeinsamer Speicherplan. Besonders bei den größeren Paketen lohnt sich das enorm. Auch Apple TV+ und Apple Arcade können im Familientarif gebucht werden, was die Kosten pro Person deutlich reduziert. E-Books und Filme aus dem iTunes Store werden ebenfalls geteilt.

So richtet man die Familienfreigabe ein

Die Einrichtung ist erfreulich unkompliziert. Man öffnet die Einstellungen-App auf dem iPhone und tippt oben auf den eigenen Namen. Dort findet sich der Menüpunkt Familienfreigabe. Nach einem Tipp auf Familienfreigabe einrichten führt einen Apple durch den Prozess.

Als Organisator – so nennt Apple die Person, die die Gruppe erstellt – legt man fest, welche Funktionen geteilt werden sollen. Anschließend kann man Familienmitglieder per iMessage, E-Mail oder persönlich über einen speziellen Code einladen. Die Eingeladenen erhalten eine Benachrichtigung und müssen die Einladung nur bestätigen.

Ein wichtiger Hinweis: Der Organisator wird standardmäßig zum Zahlungspflichtigen für alle Käufe der Familienmitglieder. Das lässt sich aber über verschiedene Einstellungen kontrollieren, etwa durch die Kaufanfrage-Funktion für Kinder oder indem man anderen Erwachsenen eigene Zahlungsmethoden zuweist.

Versteckte Vorteile, die kaum jemand kennt

Neben den offensichtlichen Sharing-Funktionen bietet die Familienfreigabe einige weniger bekannte Features, die den Alltag spürbar erleichtern. Die Standortfreigabe ist ein praktisches Tool. Eltern können sehen, wo sich ihre Kinder gerade aufhalten, und umgekehrt. Das schafft Sicherheit, ohne aufdringlich zu wirken. Man kann sogar Benachrichtigungen einstellen, die informieren, wenn ein Familienmitglied einen bestimmten Ort erreicht oder verlässt.

Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit, eine gemeinsame Fotomediathek zu erstellen. So können alle Familienmitglieder ausgewählte Fotos und Videos miteinander teilen, während ihre privaten Aufnahmen geschützt bleiben. Das erleichtert das Teilen von Familienmomenten erheblich, ohne dass jeder einzelne Schnappschuss manuell verschickt werden muss.

Was passiert mit bereits gekauften Inhalten?

Hier kommt die gute Nachricht: Alle bisherigen Käufe bleiben erhalten und können sofort geteilt werden, wenn die entsprechenden Apps die Familienfreigabe unterstützen. Sobald die Familienfreigabe aktiv ist, erscheinen die Apps und Inhalte aller Mitglieder in einer gemeinsamen Kaufübersicht. Man navigiert dazu in den App Store, tippt auf das Profilbild und wählt Gekaufte Apps. Dort kann man zwischen den Käufen verschiedener Familienmitglieder wechseln.

Nicht alle Apps lassen sich allerdings teilen – das entscheidet der jeweilige Entwickler. Vor dem Kauf einer App sollte man im App Store prüfen, ob Family Sharing unterstützt wird. In der Regel handelt es sich bei nicht teilbaren Apps um sensible Anwendungen wie Banking-Software. Bei Apps mit Abonnements sollte man ebenfalls vorab prüfen, ob der Entwickler Family Sharing unterstützt.

Kostenersparnis durch gemeinsame Abonnements

Die finanziellen Vorteile sind beträchtlich. Beim iCloud-Speicher profitieren beispielsweise alle Familienmitglieder von einem einzigen Abo, statt dass jeder seinen eigenen Plan benötigt. Wer vorher mehrere separate Speicherpläne hatte, spart durch die Bündelung und bekommt gleichzeitig mehr Speicherplatz für die Familie.

Apps und Spiele rechnen sich ebenfalls schnell. Eine hochwertige Bildbearbeitungs-App muss nur einmal gekauft werden statt sechsmal – vorausgesetzt, der Entwickler unterstützt die Familienfreigabe. Bei einer durchschnittlichen Familie mit verschiedenen App-Vorlieben summiert sich das über die Jahre auf spürbare Einsparungen.

Auch bei Streaming-Diensten wie Apple Music oder Apple TV+ macht sich die Familienfreigabe bezahlt. Statt mehrerer Einzelabos reicht ein Familienabonnement für bis zu sechs Personen, was die Kosten pro Kopf deutlich senkt.

Datenschutz und Kontrolle behalten

Viele zögern bei Sharing-Funktionen aus Sorge um ihre Privatsphäre. Apple hat hier aber sauber gearbeitet. Persönliche Daten wie Nachrichten, Fotos in der eigenen Mediathek oder Safari-Verläufe bleiben strikt privat. Nur explizit geteilte Inhalte wie Käufe, freigegebene Alben oder Standorte werden sichtbar.

Beim iCloud-Speicher teilt sich die Familie zwar den verfügbaren Platz, aber jedes Mitglied hat seinen eigenen privaten Bereich. Andere Familienmitglieder können nicht auf persönliche Dateien oder Fotos zugreifen, es sei denn, diese werden gezielt über Funktionen wie die gemeinsame Fotomediathek geteilt.

Eltern können für Kinder unter 13 Jahren spezielle Accounts anlegen, die direkt der Familiengruppe zugeordnet sind. Hier lassen sich Bildschirmzeiten festlegen, bestimmte Apps sperren und Käufe müssen vom Organisator genehmigt werden. Das bietet eine gute Balance zwischen Kontrolle und altersgerechter Freiheit.

Lohnt sich die Familienfreigabe für jeden?

Wer regelmäßig Apps kauft, Streaming-Dienste nutzt oder mehr iCloud-Speicher braucht, profitiert eindeutig. Selbst Paare ohne Kinder können durch die Bündelung ihrer digitalen Einkäufe spürbar sparen. Die Funktion rechnet sich bereits, wenn nur zwei oder drei der verfügbaren sechs Plätze genutzt werden.

Für Familien mit Kindern ist die Einrichtung besonders sinnvoll. Die Kombination aus geteilten Inhalten, Standortfunktionen und Kindersicherung macht das digitale Familienleben deutlich entspannter. Man spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit bei der Verwaltung verschiedener Accounts und Abos.

Die Familienfreigabe gehört zu jenen iPhone-Funktionen, die nach der Einrichtung einfach laufen. Man merkt erst nach einigen Wochen, wie praktisch es ist, nicht mehr jede App doppelt kaufen zu müssen oder wie nützlich die gemeinsame Fotomediathek im Alltag geworden ist. Wer die Funktion noch nicht nutzt, sollte ihr definitiv eine Chance geben – das Setup dauert kaum zehn Minuten und die Vorteile begleiten einen über lange Zeit.

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